Der Fallschirmanzugösterreicher
Heute gedenken wir mal des österreichischen Erfinders Franz Reichelt.
Er war ein innovativer, wenngleich ziemlich unvorsichtiger Erfinder und hätte – wenn seine Erfindung funktioniert hätte – sicherlich Weltruhm erlangt. So ging er leider als ein kompletter Loser in die Geschichte ein.
Franz Reichelt hätte wohl noch viele Jahre zufrieden tüfteln können, wäre er bereit gewesen, kleine Brötchen zu backen.
Am 4. Februar 1912 – seinem Todestag – wollte er seine Erfindung der Weltöffentlichkeit vorstellen. Doch worum handelte es sich eigentlich?
Reichelt hatte einen “Fluganzug” erfunden. Er wollte mit diesem Anzug, einer Art tragbarem Fallschirm mit ausbreitbaren Flügeln, wie Batman von hohen Gebäuden springen und sanft zu Boden gleiten.
Ich hätte sowas ja erst mal aus zwei Metern Höhe versucht. Später dann vielleicht von einem Hausdach – in einen Pool oder auf viele Pappkartons.
Franz ging aufs Ganze!
Am 4. Februar 1912 bestieg er in seinem Anzug den Eiffelturm, stellte sich in etwa 60 Metern Höhe auf ein Geländer und sprang schließlich todesmutig in die Tiefe.
Um es kurz zu machen: Es hat nicht geklappt. Aber eine andere Erfindung funktionierte zu dieser Zeit schon prächtig: Das Filmen. Und so ist uns dieses Dokument des Erfindertums bis heute erhalten geblieben. Seht selbst:
Besonders eindrucksvoll ist das Ende des Films, wo mit einem Stab gezeigt wird, dass der Franzl sich etwa 20 Zentimeter in den Boden gebohrt hat!
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